Archiv für September 2009

Mi, 30.09., 20h: Chris Adeney alias Wax Mannequin/ Kanada

WAX MANNEQUIN

Heavy Songwriting auf Tour

Homepage : www.waxmannequin.com
Myspace : www.myspace.com/waxmannequin
LastFM : www.last.fm/music/Wax+Mannequin
Video : http://de.youtube.com/watch?v=nuKY4STBApc

Chris Adeney alias Wax Mannequin aus Hamilton, Ontario, Kanada schöpft sein Material aus Folk, Fetzen von Prog-Metal und unermüdlichem Songwritertum.
Solo, mit einer wütenden elektrischen Gitarre und diversen Utensilien ist Wax seit einigen Jahren vor allem in Kanada und Australien unterwegs. Ende 2008 war er zum ersten Mal in Deutschland. Resultat: Sein kommendes Album wird im September 2009 auch hierzulande veröffentlicht. Wax Mannequin ist der moralische Anführer einer Bewegung von umherstreifenden Einzelgängern auf der Suche nach Aufmerksamkeit. Die kreative Arbeiterklasse, die Unterschicht, in Kolonnen von halb-verrotteten Minivans.

Wax Mannequin beleuchtet das Leben des Homo Sapiens in einer komplexen Welt – Unsicherheit, Zweifel, Triumph und Weisheit – im Kleinen und im Großen.
Verpackt in wirklich (wort-)witzige sarkastische Texte.

Presse:
> “Part wandering minstrel, part rock animal, Wax Mannequin combines a fine sense of prog-rock parody with intense sincerity and lyrical smarts. He will indoctrinate you with chilling harmonies, absurd lyrics and the almighty power of the guitar.”
> “I could start off with a catch-all like ’shockingly good songwriter’ or ‘eclectic artist,’ and while that would partly describe Hamilton’s Wax Mannequin, it would do the man a great disservice to leave it at that.”
> ”Wax Mannequin in his rose-covered glory and it is something to behold. With dense, evocative, and at times bizarre lyrics which are delivered with unparallelled intensity, Wax Mannequin is equally beautiful and disquieting.”

On Tour:
24.09.2009 Castrop-Rauxel - Bahia de Cochinos
26.09.2009 Hamburg - Reeperbahnfestival @ Hasenschaukel
27.09.2009 Berlin - Sputnik Kino
28.09.2009 Berlin - Intersoup
29.09.2009 Darmstadt - Gute Stube
30.09.2009 Mainz - Hafeneck
01.10.2009 NL/Rotterdam - Exit
02.10.2009 SLO/Ljubljana - Tovarna Rog
03.10.2009 CH/Rorschach - Mariaberg
04.10.2009 CH/Winterthur - Dimensione
06.10.2009 NL/Haarlem - Café Steils
07.10.2009 Nürnberg - Mata Hari Bar
08.10.2009 CH/Zürich - La Catrina
09.10.2009 Saarbrücken - Sparte 4

Chris Adeney  kommt aus dem kreativen Umfeld von Geoff Berner und ist ein herausragender, leicht schräger Künstler.

Beginn: 20h, Eintritt: 7,-

So, 20.09., 20h (s.t.!): TV Smith!

T.V. Smith wird in Musikmagazinen oft eine “Protestsänger-Attitüde” bescheinigt. Protestsänger ist eine Bezeichnung, die Smith selbst gelten lässt. Er sagt aber auch: “Ich möchte nicht von so einem Titel beschränkt werden, wenn ich Lust habe, über die Liebe zu schreiben.” Smith war dabei, als in London der Punk losbrach. Er ist aber keiner, der Lust hat auf Nostalgie und all das Nachdenken über vergangene Zeiten. Im tiefsten Innern ist er immer progressiv. Und außerdem ein hervorragender Songschreiber.

T.V. Smith (eigentlich Tim Smith) wurde im Jahr 1957 geboren und wuchs in Devon, in Südwest-England, auf. Musikalisch hatte sich Smith immer mit IGGY POP, THE VELVET UNDERGROUND und den NEW YORK DOLLS identifiziert. Als er im “New Musical Express” von den SEX PISTOLS las, zog er kurzentschlossen in die englische Hauptstadt - und war zur rechten Zeit am rechten Ort, als Punk-Rock dort seinen Anfang nahm. In diesen Tagen entwickelten sich die meisten Bandgeschichten schneller, als es heute irgendwelche TV-Produzenten inszenieren könnten: Im Sommer 1976 sah Smith in London THE DAMNED, THE BUZZCOCKS und die SEX PISTOLS spielen. Die PISTOLS beeindruckten ihn am meisten: “Endlich gab es eine Band, die aus normalen Menschen bestand, wie ich es einer war. Und die sagten, was sie fühlten. Sie waren nicht eine dieser Attrappenbands, wie es die meisten Popgruppen sind, sondern alles an ihnen war echt.” Im Herbst gründete Smith mit seiner Freundin Gaye die ADVERTS, trat mit ihnen bereits im Januar 1977 im später legendären Roxy auf - und unterschrieb bereits nach dem zweiten Konzert einen Vertrag über die Single “One Chord Wonders” bei Stiff Records.

Knapp ein halbes Jahr nachdem sich die ADVERTS zum ersten Mal im Proberaum getroffen hatten, konnten sie im August 1977 sogar eine Top-20-Platzierung in den britischen Popcharts vorweisen - mit dem Lied über einen zum Tode verurteilten Mörder, der seine Netzhaut zur Transplantation freigegeben hatte. Der Titel lautete “Gary Gilmore´s Eyes” (Anchor Records) und wurde 14 Jahre später auch von den TOTEN HOSEN auf ihrer “Learning English”-CD nachgespielt. In diesem Jahr absolvierten THE ADVERTS ausgiebige Tourneen durch England (u.a. mit THE DAMNED und IGGY POP), traten im Fernsehen auf und bereiteten sich anschließend schon fast wieder auf die Bandauflösung vor! “Es war typisch für diese schnelle Zeit, dass Bands nicht länger als zwei oder drei Jahre bestanden”, sagt Smith. In drei intensiven Jahren veröffentlichten THE ADVERTS die beiden LPs “Crossing The Red Sea With The Adverts” (1978) und “Cast Of Thousands” (1979). Als der Punk-Boom abflaute, gingen die ADVERTS im Herbst 1979 auseinander.

Smith setzte seine Karriere im Jahr 1980 mit den T.V. SMITH EXPLORERS fort. Die EXPLORERS und ihre Pop/Punk-Mixtur hielten knapp zwei Jahre, ein Album (”The Last Word Of The Great Explorer”, 1981) und vier Singles, durch. Danach scheiterten Smiths Bemühungen als Solist unter anderem daran, dass sein Manager bei einem Unfall verunglückte. Smith war THE ADVERTS, er war auch die EXPLORERS - und dann, Anfang der 80er-Jahre, stand er ohne Plattenvertrag da. Er sagt zurückblickend: “Es war insgesamt eine Katastrophe. Für mich war es aber im Nachhinein eine wichtige Zeit, weil ich Texte schreiben konnte, ohne den Druck einer Plattenfirma zu haben.” So überwand Smith seine Krise durch die tägliche Arbeit am geschriebenen Wort. Und die letzten Tage der lausigen 80er verbrachte er in der Band CHEAP, die fünf Jahre lang existierte und ausschließlich Tourneen in England hinter sich brachte.

Smith hat sich seit den alten Punk-Tagen in den verschiedensten Musikrichtungen umgetan und sich dabei immer wieder neu erfunden. Inzwischen ist er einfach T.V. SMITH, schon seit zehn Jahren, seit der Auflösung von CHEAP, und als hervorragender Songwriter bekannt. Mehrmals hat er in diesem Zusammenhang auch mit den TOTEN HOSEN gearbeitet (z.B. bei “Pushed Again” oder “Call Of The Wild”). Er selbst hat sich auf akustische Sets verlegt, tritt seitdem als Solokünstler auf. Touren haben ihn nach Finnland, Tschechien, Frankreich, Deutschland, Österreich und in die Schweiz geführt. Im Juni 2000 stand er gemeinsam mit TOM ROBINSON beim IAN DURY TRIBUTE in der Londoner Brixton Academy auf der Bühne - vor 3.000 Zuschauern und neben Musikern wie Mick Jones (THE CLASH), Glen Matlock (SEX PISTOLS) und ROBBIE WILLIAMS!

T.V. Smith ist der Beweis, dass man cool sein kann und trotzdem politisch. Mit seiner Mischung aus politischen und sozialen Themen trifft er einen Nerv, den viele Musiker von heute nicht einmal mehr im Ansatz finden.

Beginn: 20h(!), Eintritt: 8,-

Hafeneck-Bus nach Bochum abgesagt!

Der Bus kommt mangels Nachfrage nicht zustande.

Sa, 12.9.09, 20h: Auftaktveranstaltung des heißen Kulturherbstes: Petra und die Erben

Am 12.9. ist es endlich soweit, der heiße Kulturherbst im Hafeneck kann beginnen.

Den Auftakt bildet Hessens erste und einzige wowoetische Combo “Petra und die Erben”.

Wowo? Wowo ist die Frage auf die Antwort des Dada! Petra und die Erben haben sich in ihrem neuen Programm “Haimat ruft!” des “Haimatbegriffs” angenommen und widmen sich in ihrer musikalischen Revue zwischen Schlager, Jazz und Blues diesem weiten Feld.

Ob ein Widder im Gewitter, senil am Nil, ob beim Hammerfest in Hammerfest oder der Seemannsbraut Mary, die nie marriet:

Eine musikalische und poetische Reise durch tiefste Bedeutung und flachste Klischees. Die Texte stammen aus der Feder von Friedhelm Kändler.

Mehr Informationen unter: www.neue-haimat.de

Petra und die Erben sind:

Petra Bassus: Gesang + Git.; Roland Erben: Gesang + KLavier + Akkordeon + Melodica; Tom Rahn: Gesang + Git. + Harp; Reyno Meyer: Gesang + Kontrabass

Einlass: 19.30h, Beginn: 20h, Eintritt: 7,-