Mi, 30.06.10, 21.30h: Der Mann, der den Fußball nach Deutschland brachte
Im Rahmen der Ausstellung “Kicker, Kämpfer und Legenden. Juden im deutschen Fußball” stellt Bernd Beyer am Mittwoch Walther Bensemann vor.
Walther Bensemann zählt zu den schillernsten Figuren in der Frühphase des deutschen Fußballs. Ende des 19. Jahrhunderts gründete er als Schüler und Student zahlreiche Vereine und organisierte erste internationale Begegnungen. Als brillianter Sportjournalist machte er in den zwanziger Jahren seinen “Kicker” zur wichtigsten Fußballzeitung des Kontinents und warb wortmächtig dafür, den Sport als Instrument der Völkerverständigung zu begreifen. Im Nazi-Deutschland war für den jüdischen Kosmopoliten kein Platz mehr; er mußte in die Schweiz emigrieren. Walther Bensemann ist inzwischen als einer der wichtigsten Pioniere des deutschen Fußballs anerkannt, so vergibt die Akademie für Fußballkultur seit 2006 den Walther-Bensemann-Ehrenpreis.
Bernd Beyer gewährt einen lebendigen Einblick in jene Zeit, in der das Fußballspiel zum Massenphänomen aufstieg und über seine politische Ausprägung leidenschaftlich gestritten wurde – mit Ironie ebenso wie mit Pathos, mit Toleranz wie mit Skrupellosigkeit.
Das Fanprojekt Mainz e.V. lädt ein zur Lesung von Bernd Beyer ins Hafeneck.
Eintritt: 3,-
Die kompletten Einnahmen werden an das Aktive Museum Spiegelgasse gespendet.
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