Fr, 30.01.09, 20h: Jess Jochimsen – Texte, Dias, Rock’n Roll zur allgemeinen Lage

Jochimsen

Versprochen ist versprochen: Nach so manch durchzechter Nacht am Tresen des Mainzer HAFENECKs und dem Versprechen, hier einmal aufzutreten, ist es am Freitag, den 30.01. 2009 soweit: Um 20.00 Uhr – nach dem Fußball – wird der Freiburger Autor und Kabarettist das HAFENECK in eine gepflegte Bühne der Erwachsenenunterhaltung verwandeln. Er wird aus seinem preisgekrönten Roman „BELLBOY oder ich schulde Paul einen Sommer“ lesen, er wird seine Gitarre einstöpseln und gegen den Winter ansingen und schlimme Dias zeigen. „Ich verspreche entspannte, unaufdringliche, komische und wehmütige 2 Stunden – mit Bier im Anschluß!“

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Tisch, Stuhl, Getränk und los geht’s! „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen…“ Nun ist Jess Jochimsen ausschließlich in der Heimat unterwegs und hat von daher nur zwei Möglichkeiten: Trinken, um zu vergessen – oder: Augen offen halten und Zeugnis ablegen. Für Letzteres hat er sich entschieden.

Ein tragikomisches Roadmovie zum Zurücklehnen, ein entspannt-literarischer Heimatabend mit ungewissem Ausgang: In einer wundervollen Mischung aus Geschichten, Songs und grotesk-schlimmen Dias seziert Jess Jochimsen die herrschenden Zustände und zeigt „Deutschlands Hässlichkeit in ihrer ganzen lustigen, traurigen, kleinen, wunderbaren Schönheit.“ (Musikexpress)
Hier meint es einer ernst: Der Freiburger Autor und Kabarettist ist ehrlich zu sich und zu anderen, setzt der lärmenden Hektik die notwendige Entschleunigung entgegen, läßt seiner Wut freien Lauf, geißelt die Dumpfheit der Welt und entblößt sich selbst bis aufs Mark. „Dass das Publikum dabei im einen Moment vor Lachen schier auf dem Boden liegt und kurz darauf zu Tränen gerührt und beseelt ist, ist ein kleines Wunder.“ (SZ)
Jess Jochimsen gelingt es, grandios komisch zu sein, ohne je albern und oberflächlich zu werden. Mehr als ein Akkordeon, eine Gitarre und einen Dia-Projektor braucht er dafür nicht.

Und so kommentiert er die jüngsten Fehltritte in Politik, Gesellschaft und Bekanntenkreis, schildert die Schrecknisse von Goldener Hochzeit und erster Liebe, erzählt von zerstreuten Selbstmördern, unglücklichen Astronauten, dicken Kindern und doofen Eltern, verteidigt die Wahrheit des Tresens gegen den Stumpfsinn des Stammtisches. Kurzum er spricht er zur Lage der Nation, improvisiert über die Abgründe des Lebens, singt, liest (aus seinem Roman), schreit, flüstert – jeden Abend anders, jeden Abend neu, aber immer solange, bis das Publikum randvoll ist mit Lachen und Liebe.

Presse (u.a):

„Muss man eigentlich noch irgendjemandem sagen, wie wunderbar Jess Jochimsen ist? Und all denen, die es nicht wissen: er ist grandios komisch! Er ist der Beste seiner Generation.“ (Kölner Stadt-Anzeiger)

„Jess Jochimsen als Stand-up Poet ist einfach eine Wucht. Er schreibt private, politische, zärtliche, brutale Texte, und wenn er sie vorliest, kommt man aus dem Lachen kaum noch heraus. Wer hätte gedacht, daß Literatur so einen Spaß machen könnte.“ (Berliner Zeitung)

„Ein wunderbarer Abend mit tollen Texten, bösen Bildern und cooler Musik. Kabarett auf dem Weg ins 21. Jahrhundert.“ (Südkurier)

„Dass der bayerische Boden nicht nur Karl Valentin, die Biermösln und Gerhard Polt hervorgebracht hat, sondern auch Jochimsen, bemerkt der Leser staunend: Hier kann einer so erzählen, dass Ludwig Thoma und Oskar Maria Graf als legitime Vorfahren gelten können.“ (Matthias Biskupek über „Bellboy“)

Biografische Notiz:

Jess Jochimsen, 1970 in München geboren. 1990 Abitur. 1991 – 97 Studium der Germanistik, Politikwissenschaft und Philosophie. Lebt als Autor, Kabarettist und Gelegenheitsfotograf in Freiburg. Seit 1992 tritt er allein oder im Duo mit Sascha Bendiks auf allen bekannten deutschsprachigen Bühnen auf. Er war zu Gast in zahlreichen Fernsehsendungen (u.a. Scheibenwischer, Mitternachtsspitzen, Ottis Schlachthof, Quatsch Comedy Club) und Talkshows (u.a. 3 nach 9, Kölner Treff, NDR-Talkshow). Seit 2006 ist er Gastgeber der „SWR-Poetennächte“ und moderierte von 2000 bis 2008 die Literatursendung „Die Vorleser“ im WDR-Hörfunk.

www.jessjochimsen.de

Buchveröffentlichungen:

„Das Dosenmilch-Trauma. Bekenntnisse eines 68er-Kindes“ (Erzählungen, 2000)
„Flaschendrehen oder der Tag, an dem ich Nena zersägte“ (Erzählungen, 2002)
„Bellboy oder ich schulde Paul einen Sommer“ (Roman, 2005)
„DanebenLEBEN. Ein fotografischer Streifzug durchs städtische Hinterland“ (2007) -
alle im Deutschen Taschenbuchverlag, dtv.

www.dtv.de, www.danebenleben.de

Zahlreiche Text- und Fotobeiträge für Frankfurter Rundschau, SZ-Magazin, taz, Annabelle, Badische Zeitung u.a.

Auszeichnungen:

Deutscher Kabarettpreis (Programmpreis), Prix Pantheon, Passauer Scharfrichterbeil, Kleinkunstpreis Badenwürttemberg (Förderpreis Chanson), AZ Stern der Woche, tz Rose des Jahres, Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor (Förderpreis), u.a.

Einlaß: 19h, Beginn: 20h



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